Methode

Conversational Process Modeling: Prozesse per Dialog modellieren

Conversational Process Modeling (CPM) bezeichnet die Erhebung und Modellierung von Prozessen über natürlichsprachigen Dialog mit KI – statt ausschließlich Workshop-Whiteboard oder manuellem BPMN-Editor.

Ablauf

Ein Process Agent fragt strukturiert nach Ablauf, Rollen, Systemen und Ausnahmen. Antworten werden live in Artefakte (Prozesslisten, BPMN-Fragmente) überführt. Nutzer korrigieren im Dialog; das Modell wächst iterativ.

Vorteile

Geringere Einstiegshürde, schnellere Erhebung dezentraler Experten, weniger „Modellierer-Engpass“. Besonders wirksam für mittelständische Prozesslandschaften ohne dediziertes BPM-Center of Excellence.

Grenzen und Best Practice

Komplexe Compliance- oder Hochvolumen-Prozesse brauchen Validierung durch erfahrene Modellierer. CPM ersetzt nicht Governance – es beschleunigt den Start. Kombination mit Mining-Daten und Simulation bleibt empfohlen.

FAQ

Ist das dasselbe wie ChatGPT für BPMN?
Oberflächlich ähnlich, aber CPM ist prozessorientiert eingebettet: strukturierte Erhebung, Versionierung, BPMN-Export, Ist/Soll und Maßnahmen – nicht nur ein Einmal-Prompt.

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Stand: 2026-06-29