Trend 2026

Agentic Workflows und Agentic BPM: Was Unternehmen 2026 wissen müssen

Agentic Workflows bezeichnen Prozesse, in denen autonome Software-Agenten wahrnehmen, schlussfolgern und handeln – eingebettet in explizite Prozessrahmen. Die Forschung spricht von Agentic Business Process Management (APM) als Erweiterung klassischen BPM für die Steuerung solcher Agenten.

Agentic BPM vs. klassisches BPM

Klassisches BPM modelliert und steuert vordefinierte Abläufe. Agentic BPM ergänzt autonome Agenten, die innerhalb von Frames (Ziele, Policies, Prozessgrenzen) Entscheidungen treffen. Ein 2026 erschienenes Research Manifesto (Calvanese et al.) betont: Framing, Explainability und Conversational Actionability sind zentral – Agenten dürfen nicht ungebunden agieren.

Hybrid-Orchestrierung statt „Alles autonom“

Forrester beschreibt 2026 einen Marktshift von Task-Automatisierung zu adaptiver Prozessorchestration: adaptive KI-Verhalten plus deterministische Workflows – nicht der Ersatz jeder Struktur. Praxisbeispiele (z. B. Banking-Onboarding) kombinieren spezialisierte Agenten (Daten sammeln, Risiko prüfen, Policy ausführen) mit einer deterministischen Orchestrierungsschicht über alle Systeme und Teams.

Governance: framed autonomy

Erfolgreiche Agentic-Workflows definieren pro Schritt: Mensch oder Agent? Welche Daten? Welche Eskalation? Audit-Trail und Freigabe vor produktiven Änderungen am Prozessmodell. Ohne diese Leitplanken droht „Automatisierung des Chaos“ – ein Warnhinweis aus BPM-Trendanalysen 2026.

FAQ

Sind Agentic Workflows dasselbe wie RPA?
Nein. RPA automatisiert oft einzelne UI-Schritte regelbasiert. Agentic Workflows nutzen KI-Agenten für Interpretation und Entscheidungen innerhalb eines Prozessmodells – oft mit LLM-Reasoning, aber prozessein gebunden.
Wann lohnt sich der Einstieg?
Wenn Kernprozesse modelliert, gemessen und governed sind. Agentic AI skaliert auf dokumentierte Prozesse – nicht auf informelle Workarounds.

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Stand: 2026-06-29